Schnellkrafttraining ist ein wichtiger Bestandteil des Kampfsporttrainings, da jeder Kampfsportler um eine schnelle Kampftechnik bemüht ist. Schnelligkeit ergibt sich aus der Schnellkraft, also eine Bewegung in einer so kurz wie möglichen Zeit durchführen zu können. Die Schnellkraft ist u. a. abhängig von: Kontraktion der Muskulatur in einer bestimmten Zeit, Intermuskuläre Koordination, Energieumsatz pro Zeit, Nervenleitgeschwindigkeit, Reaktionsfähikeit allgemein. In der Trainingslehre wird zwischen Aktionsschnelligkeit und Reaktionsschnelligkeit unterschieden. Die Reaktionsschnelligkeit ist mit der Reaktionszeit gleichgestellt. Das ist die Zeitspanne, die ein Spieler braucht, bis er auf einen ankommenden Sinnesreiz reagiert. Die Reaktion eines Torwarts in einem Spiel ist die typische Reaktionsschnelligkeit. Die Aktionsschnelligkeit ist die Ausführung von Bewegungsabläufe mit minimalem Zeitaufwand. Die Aktionsschnelligkeit hängt von der vorhandenen Kraft und koordinativen Fähigkeiten ab.
Die Schnellkraft wird nur erreicht in Kombination mit den Maximalkrafttraining. Somit ergibt sich folgende methodische Reihenfolge:
Methode 1: Ausführen von Bewegungsformen der Wettkampfdisziplin nur mit dem eigenen Körpergewicht bzw. den erforderlichen Wettkampfgeräten. Wiederholungszahl: ca. 10 bzw. bis unmittelbar vor Ermüdungseintritt. Bewegungstempo: wettkampfangepaßt Sätze: 3 bis 8; Pausen: 3 bis 5 Minuten. Methode 2: Intensitäts bereich: 30 bis 40 % Wiederholungszahlen: 6 bis 8. Bewegungstempo: schnellstmöglich (auch: explosiv-schnell). Sätze: 3 bis 8. Pausen zwischen den Sätzen: 3 bis 5 Minuten. Methode 3: Muskelleistungsmethode Intensitätsbereich: 30 bis 60 %. Dauer: 15 bis 40 Sekunden hintereinander. Bewegungstempo: schnellstmöglich. Sätze: 2 bis 5. Pausen zwischen den Sätzen: 2 bis 5 Minuten.