Dehnung im Kampfsport

Die Dehnungsübungen helfen der Körpermuskulatur die Geschmeidigkeit zu geben, um eine gute Koordination und Belastbarkeit zu erreichen.

Dehnung im Kampfsport und Bodybuilding

Stretching oder auch die Dehnung der Muskulatur ist ein wichtiger Bestandteil bei der Ausübung von Sportarten wie bodybuilding und Kampfsport. Um das Risiko, des Erleidens einer Sportverletzung, zu senken ist es wichtig sich vor dem Beginn der sportlichen Aktivitäten richtig aufzuwärmen, u.a. mit Dehnungsübungen Ohne das Stretching bleibt der Muskel in den Endbereichen der Bewegung unelastisch. Eine optimale Leistungsfähigkeit ist nicht mehr gewährleistet. Zur Vorbereitung wird der Muskel ca. 10 sec. gedehnt. Durch die Dehnung der Muskeln, nach Aufwärmübungen (ca. 10 min. Dauer), wird diese in eine optimale Leistungsbereitschaft versetzt. Im Bereich Kampfsport führt eine gut gedehnte Muskulatur, zu einer sauberen Technik. Bewegungen lassen sich einfacher und optimaler ausführen. Dehnungsübungen sind also für jeden Kampfportler der eine ideale Kampftechnik erreichen möchte ein wichtiger Bestandteil.

Ein gut gedehnter Muskel ist elastischer als ein nicht gedehnter. Und dies hat mehrere Vorteile:

  • Der Muskel ist weniger verletzungsanfällig, da er bei plötzlich auftretenden (Kraft- ) Belastungen, besser nachgibt.
  • Ein Muskel (Agonist) und sein „Gegenmuskel“ (Antagonist) funktionieren während eines Bewegungsablaufes besser zusammen, da der Antagonist durch die höhere Elastizität des Agonisten weniger Kraft aufbringen muss.
  • Ein gut gedehnter Muskel ist belastbarer und regeneriert sich schneller.
Die Dehnung sollte immer nur bis maximal kurz vor die Schmerzgrenze ausgeführt werden. Ein Dehnen des Muskels über die Schmerzgrenze hinaus erhöht wieder das Risiko einer Verletzung.

Die Beweglichkeit des Körpers wird bestimmt durch:

  • die Entspannungsfähigkeit der gegensätzlichen Muskeln
  • die körperlichen Bewegungsgrenzen
Vor der Dehnung muss die Muskulatur des Körpers richtig erwärmt werden. Mit den Sehnen und Muskeln, welche am Knochen angewachsen sind, ist es erst möglich eine Bewegung der Gliedmaßen durchzuführen. Diese Muskeln und Sehnen können bei nicht aufwärmen und plötzlicher, starker Belastung reißen und sollten deshalb so geschmeidig wie möglich gehalten werden.

Übungen für eine "schnelle" Erwärmung vor dem Dehnen:

  • auf dem Laufband oder über kurze Distanz (bis ca. 2 km) laufen (am Besten auf Gras oder in einer Turnhalle, weniger geeignet sind feste Oberflächen, welche zu Verletzungen der Knöchel und Kniegelenke führen können)
  • Steigesprünge jeder Art als ein guter Ersatz fürs Laufen. (Um Verletzungen zu vermeiden, locker anfangen und nur langsam steigern)
  • Sportspezifische Übungen wie zum Beispiel Liegestütze, Rumpfbeugen, Kniebeuge, Hockstrecksprünge usw.

Wie schützen Muskulatur und die Sehnen sich vor Überlastungen?

Muskelspindeln
Die Muskelspindeln registrieren den Zustand der Muskeldehnung. Wird ein Muskel mit zu großer Geschwindigkeit oder über eine bestimmte Grenze hinaus gedehnt, lösen die Muskelspindeln einen Reflex aus, der den Muskel zusammen zieht. Der Muskel führt eine Kontraktion durch und schützt sich vor Überdehnung.
Sehnenspindeln
Die Sehnenspindeln funktionieren den Muskelspindeln entgegengesetzt. Ist die Kontraktion eines Muskels zu stark, lösen die Sehnenspindeln einen Reflex aus, der den Muskel und die Sehne entspannt und somit vor Überlastung schützt.